kino im u dortmund2 150x150 Kino im U DortmundKino im U | RWE Forum
Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund
Telefon: 0231-5025162,
Mail: verein@kino-im-u.de

Eintritt: 7 €, ermäßigt 6 €, Jugendvorführung 5 € (bis 18 Jahre), freie Platzwahl!

Die Kinokasse im U öffnet eine halbe Stunde vor Filmbeginn. Reservierungen können unter verein@kino-im-u.de oder Tel: 0231-5025162 vorgenommen werden. Keine Werbung, Filme beginnen pünktlich!
Das Kino ist für Rollstuhlfahrer ohne Hilfe zugänglich. Das Dortmunder U ist fünf Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt. U-Bahnstation in direkter Nähe: Westentor

Kino im U – Kinoprogramm Juni / Juli 2012 als PDF

Filme Kino im Dortmunder U Programm für Juni / Juli

Fr. 1.6. / Fr. 8.6, jeweils 20 Uhr
Aus der Reihe „Festival-Funde“, Grizzly-Man
USA 2005, Buch & Regie: Werner Herzog, mit: „Grizzly Man“ Timothy Treadwell, Amie Huguenard, Werner Herzog u.a., Dokumentation, deutsch-englische Fassung, 103 min., FSK ab 12;

Der Katmai-Nationalpark in Alaska ist ein scheinbar friedliches Idyll. Doch hier leben die Kodiaks, Grizzlybären, die zu den größten und gefährlichsten Raubtieren der Welt zählen. Timothy Treadwell, ein Ex-Junkie mit blonder Prinz-Eisenherz-Frisur, will die Tiere vor Wilderern retten. Mit dieser fixen Idee zieht er 13 Jahre lang jeden Sommer mit den vermeintlich harmlosen 500-Kilo-Teddys durch die Wildnis. Waffen für den Notfall hat er nicht dabei. Nur ein Zelt und seine Videokamera. Immer wieder nähert er sich den gefährlichen Giganten auf ein paar Schritte Entfernung. Treadwell lebt einen aberwitzigen Selbsterfahrungstrip. Er steigt zum Umwelt-Promi auf, hält Vorträge an Schulen, wird in Talkshows eingeladen. Und jeden Sommer zieht es ihn wieder in die Wildnis, zu seinen geliebten Bären. Bis zum Herbst 2003 – da werden er und seine Freundin Amie Huguenard von einem Bären attackiert und getötet.

Werner Herzog hat für seine Dokumentation über 100 Stunden von Treadwells Videomaterial ausgewertet. Der Film wird durch Interviews mit Ökologen, Biologen und Vertrauten Treadwells ergänzt. Das Ergebnis ist eine vielschichtige Einheit aus spektakulären Schauwerten, tiefgründiger Charakterstudie und herzzerreißender Tragik, eine Betrachtung des Wahnsinns, über ein Leben auf Messers Schneide, über die Urkraft der Natur, über ihre Grausamkeit und über ihre Schönheit. Majestätische Aufnahmen verbinden sich mit berührenden Momenten und prallen auf nüchternen Zynismus von Menschen, die denken, dass Treadwell das bekommen hat, was er verdient.

Do. 7.6. und Fr. 22.6., jeweils 20 Uhr
Ausstellungsprogramm, Tele-Mack
D 1969, Regie: Hans Emmerling, Heinz Mack, Dokumentarfilm, 45 min.

Der Film „Tele-Mack“ ist das erfolgreiche Ergebnis von Macks Umsetzung seines utopischen Sahara-Projektes im Jahr 1968, in Zusammenarbeit mit dem Kulturredakteur Hans Emmerling (SWR/WDR). Im November 1968 reist Mack mit einem Filmteam an den Rand der tunesischen Sahara und experimentiert im glanzvollen Licht der Sonne und der unendlichen Weite der Wüste mit diversen Objekten, wie Lichtstelen aus Aluminium oder Plexiglas.
Der Film dokumentiert die vielfältigen Arbeitsweisen des Künstlers und ist mit seinen diversen Lichteffekten und Montagetechniken selbst als kinetisches Kunstwerk zu begreifen. 1970 erhielt er den Adolf-Grimme-Preis, 1971 den Anerkennungspreis der Film-Biennale in Venedig.

Lichtkunst
D 1990, Regie: Ingrid LaPlante, Dokumentation, 42 min.

Der Film präsentiert zu Beginn Macks Kunst auf der Insel des
Lichts, Ibiza. Der Naturkontext ist für seine Arbeit elementar. Der Künstler spricht über seine Kunstauffassung, Arbeitshaltung und die Verortung seiner Kunstwerke im Naturraum. Neben Macks Arbeit mit archaischen Formen auf der Insel werden Kunstwerke vorgestellt, die er für den öffentlichen Raum geschaffen hat, u.a. die Lichtstele vor dem Europacenter in Berlin, die sich nachts in eine einzigartige Lichterscheinung verwandelt. Der Künstler wird auch bei seiner Arbeit im Atelier in Mönchengladbach begleitet.

In Kooperation mit dem Museum Ostwall,
begleitend zur Ausstellung „Heinz Mack: Zwischen den Zeiten“.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Do. 14.6. / Fr. 15.6., jeweils 20 Uhr

Aus der Reihe „Kunst-Licht“
Alphaville (in Deutschland auch bekannt unter Lemmy Caution gegen Alpha 60
F 1965, Drehbuch & Regie: Jean-Luc Godard, mit: Eddi Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff, Howard Vernon, 93 min., OmU, FSK: ab 16

Ivan Johnson, alias Lemmy Caution, Agent der Außenwelt, kommt nach Alphaville. ein totalitärer Überwachungsstaat irgendwo in der Milchstraße. Hier wird jede Regung von Alpha 60, einem riesigen Computer, gesteuert und die vollständige Unterordnung der Individuen unter seine Logik erzwungen. Wer sich von seinen Emotionen leiten lässt, wird umgebracht. Die wenigen Künstler und Poeten sind in die Elendsviertel verbannt. Man verlangt von ihnen den Selbstmord.
Das Wort “Liebe” kennen die Menschen nicht. Es ist, wie so viele andere Worte, verboten.
Wenn der Computer durcheinanderkommt, kann es passieren, dass sich alles in sein Gegenteil verkehrt, selbst das Schwarzweiß des Films wird negativ.

Spezialagent Lemmy Caution verliebt sich in Natascha von Braun und kämpft gegen diesen tödlichen Gegner. Und er hat nur eine Chance – er muss in den Menschen Alphavilles wieder die Erinnerung an Liebe und Poesie wecken. Damit wird er zur unkalkulierbaren Variablen in einem mathematisch operierenden System.

Sozialkritik, Liebeskitsch, Filmzitate / Science Fiction, Film Noir, Agentenfilm, ein cooler Eddie Constantine und eine schöne Anna Karina – Alphaville ist eines von Godards Meisterwerken.

Do. 21.6. 20 Uhr, So. 24.6., 15 Uhr
Aus der Reihe „Kunst-Licht“

Thomas Pynchon – A Journey into the Mind of [P].
DE/CH, 2001, Regie: Fosco & Donatello Dubini, Musik: The Residents, Dokumentarfilm, englische Version mit deutschen Untertiteln, 90 min.
In seinem ersten Roman »V« beschreibt Thomas Pynchon die Suche nach einem Enigma, die minutiöse Konstruktion und gleichzeitige Dekonstruktion einer weltumspannenden Verschwörungstheorie. Die Möglichkeit der Existenz einer Gegengesellschaft, die aus einem unsichtbaren Untergrund heraus agiert und deren Regeln und Strukturen der uns bekannten, »sichtbaren« Gesellschaft diametral entgegenstehen, ist seit jeher das zentrale Motiv im literarischen Werk des Amerikaners.
Pynchon gilt als einer der meistdiskutierten Autoren der literarischen Moderne. Er verweigert sich seit 40 Jahren der Öffentlichkeit, gibt keine Interviews und lässt sich nicht fotografieren. Er lebt an unbekannten Aufenthaltsorten und ist nur durch seine Veröffentlichungen sichtbar.
Sein Lebensentwurf verliert sich konsequent im Unbestimmten, Virtuellen. Doch gerade dadurch entwickelt er eine sogartige Wirkung, wie ein Schwarzes Loch, das keine Informationen nach außen dringen lässt und alles zu verschlingen droht. Der Film folgt den Orten von Pynchons Biographie, die zufällig bekannt geworden sind und nimmt Motive und Spuren aus den Romanen auf.
Die Musik zum Film liefert die amerikanische Underground-Kultband THE RESIDENTS – The World’s Most Famous Unknown Band.
In Kooperation mit dem Hartware MedienKunstVerein,
begleitend zur Ausstellung »Suzanne Treister: HEXEN 2.0«.

Do. 28.6., 11 Uhr Schulvorführung und 20 Uhr Abendvorstellung
Aus der Reihe „Kennen Sie die schon?“
Das Zentrum für Gehörlosenkultur e.V. in Dortmund stellt sich mit diesem Film vor.

Louisa
D 2011, Drehbuch, Regie & Kamera: Katharina Pethke, Dokumentarfilm, 62 min.

Louisa ist bereits Anfang 20, als sie sich entscheidet, als Gehörlose die Gebärdensprache zu lernen und sich von der Welt der Hörenden, in der sie aufwuchs, zu verabschieden. Katharina Pethke dokumentiert in ihrem Film das Bild einer mutigen jungen Frau auf dem Weg in die Emanzipation. Dass es sich bei der Portraitierten um ihre Schwester handelt, macht den Film nur umso persönlicher. Auf ihrem Weg zwischen der Anpassung an die hörende Welt und einer autonomen Community von Gehörlosen begleitet sie Louisa bei ihrem Prozess der Selbstwerdung und der Erkenntnis, dass die zwei Welten, zu denen sie sich zugehörig fühlt, nicht zusammen passen. Interessanterweise sind ganze Passagen des Films der Musik gewidmet, ob das nun Louisas erste Töne auf einer Klarinette sind oder auch das gemeinsame Erarbeiten eines Hip-Hop-Textes mit ihren Freunden. Pethke zeichnet ein sehr intimes, aber doch immer respektvolles Bild ihrer Schwester. Eine ungewöhnliche Coming-of-age-Geschichte mit ausgefeilter Bildgestaltung und feinfühligem Dokumentarstil. Der Film hat das FBW-Prädikat „Besonders wertvoll“ erhalten.

Regisseurin und Protagonistin sind zu den Vorführungen anwesend. Ebenso eine Gebärdensprachdolmetscherin für die anschließende Diskussion.
Eine induktive Höranlage für geeignete Hörgeräte (T-Spule) ist vorhanden.

Sa. 30.6.
Beginn 18:00, alle fünf Teile nacheinander, jeweils unterbrochen durch eine kleine Pause

Extraschicht
So war das – Filmschätze aus Dortmund
Private Filme, zusammengestellt und bearbeitet von Adolf Winkelmann, mit dem Institut für Bewegtbild-Studien der Fachhochschule Dortmund im Dortmunder U.

Der erste eigene „Käfer“, der Bau des Eigenheims, der Ausflug in den Tierpark, der 70. Geburtstag der Großmutter – Ereignisse, die oft nicht nur mit dem Fotoapparat, sondern auch mit der Filmkamera festgehalten wurden. Dann verstaubten die alten Doppel-8- oder Super-8-Filme meist im Keller oder auf dem Dachboden. Die Ruhr Nachrichten haben die Schätze gehoben und mit dem bekannten Dortmunder Regisseur Adolf Winkelmann in eine Dokumentation der Stadtgeschichte von den frühen 30ern bis in die 90er Jahre verwandelt.
200 Dortmunder hatten ihre Filme eingereicht. Das Besondere daran: Die Filme zeigen den ganz privaten Blick auf das Leben in Dortmund. „Wir können nicht den Anspruch erfüllen, offizielle Stadtgeschichte zu erzählen. Denn die Leute haben natürlich in erster Line das gefilmt, was ihnen lieb und teuer ist“, erklärt Winkelmann. Das aber vermittelt ein besonders authentisches Bild vom Alltagsleben in der Stadt. Dazu tragen auch die Interviews mit Zeitzeugen bei, die die Bilder erläutern und ergänzen.

Die 333 Minuten Dortmunder Film-Geschichte werden in fünf Blöcken hintereinander gezeigt, immer mit einer kleinen Pause, so dass Zuschauer dazukommen oder gehen können.
Der Eintritt für diese Veranstaltung ist frei.

Do. 5.7. / Fr. 6.7.
Filme ohne Verfallsdatum
Spiel mir das Lied vom Tod
Italien/USA 1968, Regie: Sergio Leone, mit: Peter Fonda, Charles Bronson, Claudia Cardinale, Jason Robards u.a., Musik: Ennio Morricone, 165 min., englische Version mit deutschen Untertiteln, FSK: ab 16

Die Eröffnungsszene von “Spiel mir das Lied vom Tod” hat Filmgeschichte geschrieben: Drei Männer stehen an einer einsamen Eisenbahnstation. Ein Zug hält, ein Mann mit Mundharmonika (Charles Bronson) steigt aus und spielt die Melodie, die jeder kennt…

Der Italowestern-Klassiker erzählt in überwältigen Cinemascope-Bildern von einem Trauma, das gerächt werden muss, von einem Eisenbahn-Tycoon, von der Härte des Westens und der Stärke einer Frau, die ihren per Fernehe geheirateten Mann nie lebend sehen wird:
Der unheilbar krankeMorton will vor seinem Tod noch eine Trasse zur Westküste der USA bauen und mit seinem Salonwagen zum Pazifik fahren. Farmer, die ihm ihr Land nicht verkaufen wollen, lässt er durch den Banditen Frank „einschüchtern“. Auch den Mann der Prosituierten Jill bringt Frank um. Jill hält den Bedrohungen nicht lange Stand und verkauft das Grundstück – an den Fremden mit der Mundharmonika. Es dauert nicht lang, bis Frank auch bei ihm auftaucht – und damit seinen Tod besiegelt. Denn der Fremde zieht im Showdown schneller als er.Frank stirbt mit der Mundharmonika zwischen den Zähnen.
Die Autoren Sergio Donati, Bernardo Bertolucci, Dario Argento und Regisseur Sergio Leone erzählen mit diesem Film auch vom Ende des amerikanischen Traums,getragen von der Musik von Ennio Morricone, den Tönen und der Stille, die man so schnell nicht wieder vergisst.

Das Team vom Verein Kino im U macht Sommerpause und wünscht Euch, Ihnen und uns sechs wunderbare Sommerwochen.
Wir sehen uns wieder im Kino im U am 23. August 2012 mit dem Film „Basquiat“ von Julian Schnabel. Der Spielfilm erzählt von dem kometenhaften Aufstieg und den Absturz des Künstlers im New York der 80er Jahre.

Und hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was nach den Ferien kommt:
September: 17. – 22., Türkische Filmtage Ruhr
23., Cinema fairbindet: Call me Kuchu

Alles Weitere wie immer zeitnah auf der Homepage www.kino-im-u.de.

Do. 23. und Fr. 24. 8. jeweils 20:00 Uhr
So. 27.8., 15:00 Uhr

Aus der Reihe „Filme ohne Verfallsdatum“

Basquiat,

USA 1996, Buch &Regie: Julian Schnabel, mit: Jeffrey Wright, David Bowie, Dennis Hopper, Gary Oldman, Michael Wincott, Benicio Del Toro, Claire Forlani, Courtney Love, Parker Posey

Julian Schnabels BASQUIAT ist auf den ersten Blick eine beinahe konservative Künstler-Biographie: ein Künstlerleben, das wirkt, als wäre es selber schon ein Film. Jean-Michel Basquiat, 1961 geboren, stieg um das Jahr 1981 vom Graffiti-Sprayer zum neuen Stern am amerikanischen Kunsthimmel, zum ersten schwarzen Star der Szene auf. Nur wenige Jahre blieben ihm, seine Kunst zu entwickeln, sein Leben mit dem Ruhm zu arrangieren. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war der „James Dean der Kunstwelt” von Drogen, von der Angst, der seltsamen Kälte der Kunstszene, von seinen selbstzerstörerischen Kräften gezeichnet. Basquiat starb 1988.
Julian Schnabel, Basquiat als Künstler so nahe wie sonst nur Andy Warhol (die drei gestalteten auch gemeinsame Arbeiten), hat in seinem Film nur einerseits ein Portrait des jungen, heftigen Malers gestaltet. Zum anderen aber, und daher kann er es sich leisten, mit einigen Details der Biographie eher frei umzugehen, geht es ihm um „das Leben des Künstlers in unserer Kultur im allgemeinen” (Schnabel).

Schnabels cineastisches Puzzle eines Künstlerportraits wird zusammengehalten von einem Soundtrack, der das Authentische und das Fiktive miteinander verbindet: Stücke aus Basquiats wirklicher Plattensammlung und -1996 – neue Stücke etwa von P.J. Harvey und Tracy Bonharn. „Basquiats Kunst, das ist, unter anderem, die Übersetzung von Musik ins Malen, Übermalen, Entmalen. Und BASQUIAT, der Film, ist unter anderem eine Übersetzung von Musik in Bewegungsbilder des Künstlerlebens“ (Georg Seeßlen).

Alles weiter unter: kino-im-u.de

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